Jul 10 2010

Profilbild von Beate

Rollstuhlprojekte erfolgreich umgesetzt

Abgelegt 08:24 unter Allgemein,Rollstuhlprojekte

jugendliche-probieren-sich-im-rollstuhlfahren anlässlich der Firmvorbereitung nahmen  die Jugendlichen der Pfarrgemeinden Essenbach, Wattenbach, Mettenbach, Ergoldsbach und Hohenthann sehr interessiert an meinem Angebot, sich in die Perspektive eines Rollstuhlfahrers zu versetzen, gerne teil

was sonst nur Studenten der Sozialpädagogik möglich ist,… Rollstuhlfahren einmal bewusst selbst erleben und erfühlen, biete ich Kindern, Jugendlichen und sämtlich interessierten Personen kreisen gerne an. Die Idee zum Angebot kommt von meiner eigenen Lebenserfahrung. Ich selbst war als Kind im Umgang mit gehandicapten Menschen unsicher.Ich durfte mich im Rahmen eines Mobilitätskurses für Rollstuhlfahrer des DRS als Mama einer auf dem Rollstuhl angewiesenen Tochter, selbst ausprobieren. Ich bewegte zuerst den Rollstuhl… und zugleich im Kopf. Was ist jetzt anders… Ich brauche mehr Platz zur Bewegung, Stufen und Treppen hindern mich, Steigungen und Abhänge fallen mir plötzlich auf, der Belag meines Untergrundes wird wichtig, ….. meine Augenhöhe ist tiefer, meine Armlänge wird zunehmend wichtig…

die wichtigste Erfahrung war für mich: die Erscheinungsform eines Menschen ist unwichtig.

Ob ich als Mensch stehe, liege, sitze… was macht es für einen Unterschied ob ich an einem Küchenstuhl, Schreibtischstuhl oder Rollstuhl sitze? Ich bin der gleiche Mensch, habe ”nur” eine andere Erscheinungsform. Ich bin  jetzt jedoch auf barrierefreie bauliche Voraussetzungen zwingend angewiesen um weiter mein Leben wieder selbstständig und selbstbestimmt  gestalten zu können….

Behinderung und Krankheiten werden wir nicht ändern können, sie sind Teil unseres Lebens. Jedoch können wir alle mithelfen, die Lebensbedingungen für diese Menschen optimal zu gestalten, damit sie genau so selbstverständlich, gleichberechtigt mitleben können, wie es jeder allgemeine Bürger auch tun kann… eine barrierefreie öffentliche Gestaltung ist dabei Grundvoraussetzung! 

Die Rückmeldungen und Fragen der Jugendgruppen samt Gruppenleitern zeigen, das auch ihre aktive Rollstuhlerfahrung sie im Kopf bewegt und den Blick für unsere Umwelt öffnet. Dies freut mich ganz besonders, weil es mir ein großes Anliegen ist. Mit Rücksicht und Umsicht zu Mitmenschen zu begegnen, ist wichtiger den je.

Ich selbst, lerne mit jeder Jugendgruppe dazu, auch in Sachen barrierefreier Gestaltung, und das  in einem nahezu perfekten Pfarrheim in Hohenthann (=

Keine Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Trackback URI | Kommentare als RSS